Daniel Pergamenschikow

Daniel Pergamenschikow-Schneerson

Der deutsch-israelische Multimediakünstler Daniel Pergamenschikow-Schneeson wurde 1974 in Kiew (UdSSR) als einziger Sohn einer Musikerfamilie geboren.

1977 emigrierte die Familie Pergamenschikow aus der Sowjetunion in die Bundesrepublik Deutschland nach Köln, wo Daniel im frühen Alter von 4 Jahren mit seiner Ausbildung zum Berufsmusiker mit Klavierunterricht begann. Im Alter von 5 Jahren kam die Violine dazu, welche später lange Jahre den Mittelpunkt seiner Kunst bilden sollte.

Wegen seiner besonderen Begabung wurde Daniel Pergamenschikow im Jahre 1981 die besondere Ehre zuteil, in Salzburg auf Mozarts Originalflügel im Wohnhaus spielen zu dürfen. Daraus entstand eine Fernsehproduktion, welche von den ARD ausgestrahlt wurde.

1983 wurde Daniel an der Musikhochschule Köln in der Meisterklasse für Violine bei Prof. Igor Ozim als ausserordentlicher Student im Zuge einer Sondergenehmigung aufgenommen. Bereits in diesem jungen Alter wirkte er regelmässig bei akademischen Konzerten mit.

Nachdem Daniel Pergamenschikow 1988 einen Meisterkurs beim Schleswig-Holstein- Musik-Festival (SHMF) bei dem inzwischen weltberühmten Professor Zakhar Bron belegte, begann er 1989 in dessen frisch begründeter Solistenklasse an der Musikhochschule Lübeck mit dem regulären Studium. Viele Konzerte der Klasse Bron führten Daniel bis 1992 an verschiedene europäische Bühnen.

1994 zog Daniel Pergamenschikow nach Wien, wo er bis zum Jahre 2000 bei seinem letzten Violinprofessor Gerhard Schulz (Alban Berg Quartett) an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien studierte.

Seit Daniel im Jahre 1991 als Solist debutierte, spielte er zahllose Konzerte, auch als Kammermusiker, mit zahlreichen Ensembles, wie Kölner Kammerorchester, Prager Kammerorchester, Philharmonia Hungarica, Philharmonie der Nationen, Nürnberger Philharmoniker, Staatsorchester Thessaloniki, Buenos Aires Philharmonic Orchestra, Slowenische Philharmonie und anderen. Ferner war er bei Festivals wie Carinthischer Sommer, Salzburger Festspiele, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Menuhin Festival Gstaad, Settimani Ascona, Young Artists Davos und anderen zu Gast.

Zahreiche Konzerte spielte Daniel gemeinsam mit seinem Vater Boris Pergamenschikow.

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen belegen teilweise Daniels Wirken als klassischer Violinist.

Von 2001 bis 2002 war Daniel Pergamenschikow als Tutti-Violinist beim Royal Danish Orchestra (Det Kongelige Kapel) engagiert.

Im Bereich der Wissenschaft arbeitete Daniel von 1997-2000 bei dem Wiener Musiksaitenhersteller Thomastik-Infeld gemeinsam mit Dipl.-Ing. Franz Klanner in der Abteilung R&D an der Entwicklung einer neuen Generation von Violinsaiten mit Nylonkern mit. Die Produkte „INFELD Red/Blue“ erfreuen sich bis auf den heutigen Tag weltweiter Beliebtheit.

Dennoch zeichnete sich für den vielseitigen Künstler ein ganz anderer Werdegang ab.

Bereits in seiner Zeit als klassischer Musiker fühlte Daniel sich zu anderen Musikstilen hingezogen. Als er von Thomastik-Infeld im Jahre 1998 eine MIDI-Violine der Marke ZETA bekam, fing er an mit elektronischen Effekten zu experimentieren und mit anderen Künstlern im experimentellen Bereich der Musik zu performen. Auch in der Zusammenarbeit mit Künstlern aus der Bildenden Kunst gestaltete er Klanginstallationen auf Improvisationsbasis. Auch Erfahrungen in elektronischer Musikproduktion folgten. Als der berühmte österreichische Weltmusiker Kurt Hauenstein eine Performance von Daniel Pergamenschikow besuchte, lud er ihn ein, als ständiges Mitglied der Kultband „Supermax“ mitzuwirken. Bei „Supermax“ spielte Daniel von 2005-2010 alternierend elektrische Violine und Synthesizer. 2010 formierte Daniel erstmalig ein eigenes Musikrojekt, „pergaMENSCHikow project“, welches mit Musikern und Sängern unterschiedlichster Kulturen und stilistischer Prägungen besetzt war. Als Studiomusiker wirkte Daniel zudem an Filmmusikproduktionen für den österreichischen Dokumentarfilmer Georg Riha mit, auch für den offiziellen Präsentationsfilm des Landes Niederösterreich, wo er mit seiner Violine erzählerisch den Solopart spielte.

2010 entschloss sich Daniel Pergamenschikow zur Aliya nach Israel, wo er zusätzlich den Namen Schneerson annahm, welcher der Geburtsname der Mutter seines Vaters ist.

Esther Schneerson war eine entfernte Cousine des „Rebbe“ Menachem Mendel Schneerson. In Daniels neuer Heimatstadt Haifa spielte er als Orchestermusiker zeitweilig im Haifa Symphony Orchestra, unterrichtete Kinder auf der Violine an der Musikschule in Tivon, arbeitete als Reinigungskraft im Rambam-Hospital in Haifa, absolvierte einen Freiwilligendienst bei der Armee, kurzum lernte ein neues Leben, welches ihm aber seine kulturelle und spirituelle Identität als Jude voll zusprach. Dank seiner musikalischen Fähigkeiten und seiner multikulturellen Prägung und Denkweise war es Daniel Pergamenschikow-Schneerson möglich, Brücken zwischen arabischen und jüdischen Musikern zu schlagen.

2015 kehrte er nach Europa zurück und findet seinen momentanen Lebensmittelpunkt in Berlin.

Nachdem der ebenfalls in Berlin lebende weltberühmte Fotograf Boris Mikhailov ihn mit einer Vertonung für eine Slideshow „Yesterdays Sandwich“ betraute, entflammte in Daniel die Liebe zur Fotografie, welche er im autodidaktischen Selbststudium erlernte und weiterhin perfektioniert. Der Dialog mit Mikhailov löste in ihm eine Rückbesinnung auf seine Liebe zur aktiven Fotografie seit den 90er Jahren aus.

Im August 2016 dokumentierte er die irische Westküste in einem bisher unveröffentlichten Portfolio. 2017 belegte er bei dem internationalen Fotografiewettbewerb „JerusaLens“ in Jerusalem mit einer Serie von vier Bildern den 36ten Platz unter allen Fotografen, bei ca. 15.000 eingereichten Fotografien. Bei einer Ausschreibung zum Thema Surrealismus der „Passaporte Gallery“ in den USA kam er unter die Finalisten.

Ebenfalls 2017 fotografierte Daniel mit einer historischen Rolleiflex-Kamera aus dem Jahre 1938 verschiedene Gedenkstätten im Kontext der Verbrechen des Nationalsozialismus. Ein besonders sensibles Projekt, welches immer noch in Arbeit ist.

2018 unternahm Daniel Pergamenschikow-Schneerson eine ausgedehnte Reise nach Israel, wo er mit 5 unterschiedlichen Kameras das Leben und die Natur im 70ten Jübiläumsjahr des Staates festhielt.

Daniel entwickelt die meisten seiner Negative selbst und druckt Silbergelatineabzüge von Hand in der Dunkelkammer.

Selbst wenn derzeit die Fotografie den künstlerischen Schwerpunkt mit großer Fülle an unterschiedlichen Bildern auf Film und digital ausfüllt, ist Daniel natürlich auch noch Musiker, in Folge Vertonungen seiner Bilder planend. Unter dem Projektnamen „SCHNEERSONIQ-שניאורסוניק“ vereinigt der Künstler seine stilistische Vielseitigkeit.