Gabriele von Lutzau

„Ich habe einen Lebensweg und auf dem Weg gibt es Steine und Schwierigkeiten. Ich muß die Schwierigkeiten bewältigen und muß die gesetzten Aufgaben erfüllen und das macht den wesentlichen Sinn meines Lebens aus. Bei meinen Lebenszeichen geht es um ein Überleben, um ein neues Leben, vielleicht auch um ein jenseitiges Leben. Die Wiedergeburt auf die eine oder andere Weise. Es geht nicht um den Tod als etwas Endgültiges.“

Gabriele Dillmann arbeitete zunächst als Stewardess bei Lufthansa. 1977 war sie an Bord der durch ein palästinensisches Terrorkommando entführten Landshut.[ Da sie während des Geiseldramas für die Passagiere eine wichtige Stütze darstellte, wurde sie von der Boulevard-Presse danach als Engel von Mogadischu gefeiert. Nach der Befreiung durch die GSG 9 wurde sie am 20. Oktober 1977 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. Später heiratete sie ihren Lebensgefährten Rüdeger von Lutzau, einen Lufthansa-Piloten.

Künstlerin

Gabriele von Lutzau studierte zwischen 1984 und 1995 bei Walther Piesch an der Universität Straßburg sowie an der Kunsthochschule Straßburg. Sie hat ihre Arbeiten im In- und Ausland präsentiert.

Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens stehen vor allem hölzerne Wächterfiguren. Ihre Darstellungen und Objekte fertigt sie aus Buchenholz, aber auch aus Robinien. Für die Lebenszeichen und Wächter nutzt sie Thuja-Bäume, „Lebensbäume“, wie sie häufig über Gräbern gepflanzt werden. Sie haben Namen wie

  • Lebenszeichen
  • Elemente – Elementarteilchen und Flügelfiletstückchen
  • Herzzeitlose – Gibt es ein Herz ohne Verletzungen?
  • Ikarus Projekt – Übermut und Untergang
  • Wächter – das androgyne Wächterwesen

Nach dem 11. September 2001 hat sie ihre bis zu diesem Zeitpunkt blauen Wächterfiguren nur noch geschwärzt.

Sie ist im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) in Frankfurt am Main engagiert. Von Lutzau lebt mit ihrer Familie in Michelstadt im Odenwald.